| [Wasserversorgung:
gegenwärtiges]
Gesicherte Wasserversorgung für
Bürmoos zeichnet sich ab
Unter [geschichtliches] haben
wir die Trinkwasserversorgung von Bürmoos aus der geschichtlichen
Ecke heraus betrachtet.
Dieser Artikel war einerseits für unsere jungen und
unsere zugezogenen Mitbürger gedacht, andererseits
haben wir damit auch die wechselvolle Geschichte der Trinkwasserversorgung
von Bürmoos aufgezeigt.
Durch die Absenkung des Grundwasserspiegels bei sehr trockenem
Sommer wurde der gemeindeeigene Brunnen Hutten in Holzhausen
von der Wasserrechtsbehörde von einer Fördermenge
von 20 l/sec. auf nur mehr 4 l/sec. reduziert.
Damit können aber Spitzenbelastungen, vor allem im
Sommer, nicht abgefangen werden und die Suche nach Trinkwasser
begann von Neuem.
Stand
der derzeitigen (10.2004) Verhandlungen
Die Suche nach Trinkwasser in Bürmoos erweist sich
als Fehlschlag Es wurde intensiv versucht, auf dem eigenen
Gemeindegebiet von Bürmoos Trinkwasservorkommen festzustellen.
Probebohrungen Mitte der 80iger Jahre am „Pladenfeld“
in der Nähe der „Lautschkigrube“ (Ortsteil
Zehmemoos) ergaben zwar entsprechende Wasservorkommen. Die
Trinkwasserqualität lässt jedoch durch Belastungsspuren,
die höchstwahrscheinlich aus der ungeregelten Ableitung
von Färberwasser aus der ehemaligen Textilfabrik Bader
in den 50er und 60er Jahren stammten, zu wünschen übrig.
Auch Wasserproben und Bohrungen aus dem Baderbrunnen im
jetzigen Gewerbegebiet 2000 verliefen negativ. Vor 3 Jahren
wurde noch einmal in die Wassersuche investiert und an der
Gemeindegrenze zu Lamprechtshausen, nahe der Bäckermühle,
nach Wasser gebohrt. Auch dieses Wasser ist jedoch nur durch
eine entsprechend aufwändige Wasseraufbereitung für
den Trinkwassergebrauch verwendbar.
Somit zerschlug sich die letzte Möglichkeit für
eine gesicherte Wasservorsorgung auf eigenem Gemeindegebiet.
Unzureichende Angebote aus St. Georgen
führen zu keiner befriedigenden Lösung.
Viele Gemeindebürger erinnern sich noch an die
ORFF-Berichterstattung im Herbst 2003 über unseren
Wasserbezug aus der Quelle Krögn und Brunnen Hutten
in Holzhausen. Lautstark wurde von den beteiligten Grundbesitzern
Beschwerde darüber geführt, dass die Quellschüttungen
und der Grundwasserspiegel stark zurückgegangen sind
und man mit einer Erhöhung der Fördermenge für
die Gemeinde Bürmoos nicht einverstanden ist.
Umso überraschender kam dann ein Offert der Wassergenossenschaft
St.Georgen, die der Gemeinde Bürmoos das Angebot machte,
dass auf Grund von Berechnungen der Quellen Krögn und
Ölling eine vertragliche Liefermenge von 9l/sec zugesichert
werden könne.
Bei der Quelle Ölling handelt es sich um ein neues
Wasservorkommen aus der Echinger Leiten nahe beim Sportzentrum.
Der Haken dabei ist aber, dass die Quelle Ölling noch
im Versuchsbetrieb ist um Liefermenge und Qualität
feststellen zu können und für die Quelle Krögn
noch keine Schongebietsverordnung der Wasserrechtsbehörde
vorliegt.
Auf Anfrage von unserem Fraktionsvorsitzenden Gemeinderat
Andreas Stegbucher an Landeshauptmann-Stv. Dr. Othmar Raus
wurde schriftlich mitgeteilt, dass zur Zeit eine Schongebietsverordnung
für St.Georgen vorbereitet wird. Diese Schongebietsverordnung
ist wegen Widerstände der Grundbesitzer noch nicht
in Kraft. Dr.Raus weist gleichzeitig auf die Notwendigkeit
einer Schongebietsverordnung hin.
Wenn das Wasser gut ist, wozu dann
ein Schongebiet ?
LH-Stv. Dr. Raus beantwortet die Frage so: „Ihr Haus
brennt auch nicht und Sie haben trotzdem eine Versicherung.
Die Notwendigkeit des Schongebiets ergibt sich aus der Natur
der Sache. Kommt es nämlich zu einem einzigen Fall
von Verunreinigung, können Quellen
auf Jahre hinweg unbrauchbar sein.
Denn Verunreinigungen sammeln sich im Erdreich an und werden
dann nur ganz langsam mit dem Wasser ausgespült. So
überschreiten Quellen oft jahrelang die Grenzwerte.
Deswegen müssen Sicherheitsmaßnahmen auf jeden
Fall gesetzt werden, solange das Wasser gut ist.“
Unser Ziel ist eine Sicherung der Wasserversorgung über
Generationen hinweg.
Die Antwort von Dr.Raus bedeutet jedoch, dass ohne Wasserschongebiet
auch von keiner gesicherten Wasserversorgung die Rede sein
kann.
Die LBS-Mandatare sehen aufgrund dieser Tatsache daher in
diesem Angebot keine dauerhafte Lösung für unsere
Wasserversorgung.
Wir haben daher andere Überlegungen angestellt und
bereits vor der Wahl mögliche Alternativen aufgezeigt.
Mit den reichen Wasservorkommen
in Oberndorf ergeben sich für uns neue Perspektiven
Frühzeitig hat Bürgermeister Seeleithner darauf
gedrängt, die endgültige Lösung des leidigen
Wasserproblems durch einen Anschluss an die Quellen in Oberndorf/Kreuzerleiten
herbeizuführen und sich nicht auf die unsicheren Angebote
der Wassergenossenschaft St.Georgen zu verlassen.
In der Gemeindevertretungssitzung am 23.September herrschte
nun auch darüber Einstimmigkeit.
Was ist nun der sichere und
der wirtschaftlichere Weg für die Wasserversorgung
unserer Gemeinde aus der Stadtgemeinde Oberndorf: ein Direktvertrag
mit der Stadtgemeinde oder die Verbandslösung mit dem
Wasserverband Salzburger Becken ?
Die Stadtgemeinde Oberndorf hat ein und dasselbe Anbot direkt
an die Gemeinde Bürmoos und an den Wasserverband Salzburger
Becken gelegt:
>Wasserabnahmegebühr pro Kubikmeter
indexgesichert. >Mindestabnahmemenge
5 bzw. 7l/sec.
>Investitionskosten für des Wasserwerk
Kreuzerleiten.
>Die Wasserliefermenge von Oberndorf
nach Bürmoos wird durch einen Vertrag zwischen den
beiden Gebietskörperschaften geregelt.
>Die Errichtung der Transportleitung
hätte über Auftrag und Finanzierung der Gemeinde
Bürmoos zu erfolgen.
Das vorliegende Anbot des Wasserverband Salzburger Becken
wird derzeit von einem Wirtschaftstreuhänder
geprüft. Nach Vorliegen des Prüfungsergebnisses
wird umgehend mit der Wasserrechtsabteilung und
der Förderstelle des Landes Salzburgs über
das wirtschaftlichste Angebot beraten werden und der Gemeindevertretung
zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.
Es sei hier darauf hingewiesen, dass nur für
das wirtschaftlichste Angebot Fördermittel des Landes
lukriert werden können!
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Wir halten nichts von Spekulationen über den
Wasserpreis !
Veröffentlichung in der Ortszeitung der SPÖ-Bürmoos,
Ausgabe Juni 2004:
Wenn der Wasserverband dieselbe Leitung errichtet
und vorfinanziert, dann kostet der gleiche Kubikmeter
Trinkwasser bei gleicher Liefermenge bereits €
1,285. Das sind um € 0,554 oder 75,78% mehr!
Diese Berechnung wurde bis heute noch nicht vorgelegt.
Die
genannten Preise sind für uns weder aus dem Angebot
der Stadtgemeinde noch aus jenem des Wasserverbandes
nachvollziehbar und entbehrt somit jeder Grundlage.
Die LBS wird wie gewohnt weiterhin mit Sachargumenten
und nicht mit Angstmache argumentieren !
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