>>07.04.2005

Sozialkosten sind Pflegekosten

Buchinger präsentierte Bedarfs- und Entwicklungsplan Pflege: Gemeindeübergreifende und bedarfsgerechte Lösungen


Auszug:

Gemeinden haben Kosten selbst in der Hand

Die Gemeinden, die die Zuweisung vornehmen, sollten die Senioren besser über die vorhandenen Alternativen aufklären – im eigenen Interesse, denn wenn man über die hohe Belastung im Sozialbereich klage, so seien diese Probleme oft hausgemacht, argumentierte Buchinger.
Neben einer bedarfsgerechten Zuweisung liege auch in verstärkter gemeindeübergreifender Kooperation viel Verbesserungspotential, betonte Buchinger: „Bei dem neuen Seniorenheim Bürmoos wurde eine weitgehende gemeinsame Bewirtschaftung mit dem Seniorenheim Oberndorf vereinbart – hier haben zwei kluge Gemeinden über den eigenen Kirchturm hinaus gedacht.“
In vielen anderen Orten dominiere ein anderes Bild: Seniorenheime mit 17 Betten, sehr viele Heime mit zwischen 30 und 40 Betten. „So kleine Einheiten sind nicht wirtschaftlich zu führen, das haben ja auch viele Gemeinden selbst gemerkt. Oft schrecken Bürgermeister vor Neubauten zurück, wenn wir ihnen die laufenden Betriebskosten vorrechnen“, schilderte Buchinger die Probleme kleinerer Gemeinden. Die Lösung liege in verstärkter regionaler Kooperation, denn erst ab einer Größe von mehr als 60 Betten fangen sich Seniorenheime zu rechnen an.

Vollständiger Bericht: J72-11A